Lotto-Toto-Verkaufsstellen warnen vor illegalem Glücksspiel

 

  • Spieler- und Jugendschutz sind in Gefahr
  • Bundesweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht am 28.9.

 

Frankfurt am Main, 26. September 2016. Bundesweit wird am Mittwoch mit Aktionen und Veranstaltungen auf die Suchtgefahr von Glücksspielen hingewiesen. Der Bundesverband der Lotto-Toto-Verkaufsstellen (BLD) warnt in diesem Zusammenhang vor Anbietern ohne Lizenz und deren Angeboten im Internet. Sie gefährden die Einhaltung des Spieler- und Jugendschutzes. Wichtigstes Element zum Spielerschutz ist und bleibt die persönliche Beratung, die in den über 24.000 meist als Familienbetrieb geführten Lotto-Toto-Verkaufsstellen garantiert ist.

 

Glücksspiele haben seit Jahrhunderten ihren besonderen Reiz und bringen den Menschen Spaß. Ob Automaten in Kneipen oder Gaststätten, Lotto, Sportwetten oder das Casino, die Aussicht auf einen unerwarteten Geldgewinn macht das Spiel spannend. Schnell kann aus dem Spaß aber auch eine Sucht werden, vor allem dann, wenn es niemanden mehr gibt, der von dem Spielverhalten erfährt. Glücksspielsüchtige rutschen schnell unkontrolliert in finanzielle Schwierigkeiten. Daher sieht der BLD die immer größer werdende Zahl an Glücksspielangeboten im Internet kritisch: „Online gibt es niemanden, der einen persönlich auf ein problematisches Spielverhalten aufmerksam machen könnte. In unseren über 24.000 Verkaufsstellen hingegen zählt noch der persönliche Kontakt. Hier arbeiten Menschen, die noch Wert auf das Wohlergehen ihrer Kunden legen, man spricht und tauscht sich aus. Auch werden unsere Mitarbeiter in Sachen Spieler- und Jugendschutz regelmäßig geschult und achten auf deren Einhaltung. Das Internet hingegen ist anonym und bietet keine vergleichbaren Möglichkeiten für eine verantwortungsvolle Kontrolle“, sagt Tobias Fraas, erster Vorsitzender des BLD.

 

„Bedauerlicherweise kommen die Aufsichtsbehörden ihrer Verantwortung nur sehr unzureichend nach. Illegale Wettbüros sind in Deutschland keine Seltenheit, sondern eher die Regel geworden. Sie betreiben ihr Geschäft am Fiskus vorbei und nutzen die derzeitige Rechtslage und Unwissenheit der Verbraucher für sich. Viele Lotto-Tipper spielen dadurch illegal, ohne es zu wissen. Kinder und Jugendliche sind durch das große Angebot bestimmter Glücksspiele und durch die ständige Verfügbarkeit besonders gefährdet. Verbraucherschutz und Suchtprävention sieht anders aus“, kritisiert Fraas die aktuelle Entwicklung auf dem Glücksspielmarkt und mahnt eine verbesserte Kontrolle und Regulierung an.

 

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gehören Livesportwetten im Internet zu den besonders suchtgefährdenden Glücksspielen. Lotterien wie z.B. Lotto „6 aus 49“ und die Fernsehlotterien gelten hingegen als Glücksspiele mit einem eher geringen Gefährdungspotenzial.

 

Der BLD – Interessenvertretung für über 24.000 Lotto-Toto-Verkaufsstellen mit mehr als 100.000 Arbeitnehmern – sieht seine Mitglieder durch immer mehr illegale Anbieter, sowohl im Tabakhandel als auch auf dem Glücksspielmarkt, in ihrer Existenz gefährdet. Durch Schmuggel und unseriöse Glücksspielanbieter stehen tausende Arbeitsplätze im autorisierten Handel auf dem Spiel.

Autor: 26.09.2016

 

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